Kinderstadt Weiz-Gleisdorf

Von 3. bis 7. August 2026 wird der Garten der Generationen in Weiz zur Kinderstadt. Im Rahmen des neuen LEADER-Projekts „Kinderstadt Weiz-Gleisdorf“ übernehmen rund 1000 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren das Kommando über ihre eigene Stadt – und gestalten sie nach ihren Ideen. Die Kinder arbeiten in ihrer Stadt im Rathaus, in der Bank, in Medienredaktionen oder gründen eigene Betriebe. Sie verdienen eine eigene Währung, treffen Entscheidungen und wählen ihre Bürgermeisterin und ihren Bürgermeister. So erleben sie spielerisch, wie Demokratie, Wirtschaft und gesellschaftliches Zusammenleben funktionieren. Bereits im Vorfeld wurden Kinder aus den Kindergemeinderäten der Energieregion Weiz-Gleisdorf aktiv eingebunden. In einem Workshop entwickelten sie den Namen der Kinderstadt – „EN4ever“ – sowie die eigene Währung „enigis“ inklusive der dazugehörigen Banknoten. Projektträger sind die Kinderfreunde Steiermark, die Stadt Weiz stellt die erforderlichen Eigenmittel zur Verfügung. Das Projekt wird im Rahmen des LEADER-Programms mit 80 % gefördert. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rd. 66.200,00 Euro.

Nationalrat und Obmann der Energieregion Weiz-Gleisdorf, Bgm. Christoph Stark betont die Bedeutung des Projekts: „Kinder lernen hier auf spielerische Weise, wie Demokratie funktioniert. Sie übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen und erleben, dass ihre Ideen Wirkung haben – genau solche Erfahrungen brauchen junge Menschen heute.“

Auch die stellvertretende Obfrau der Energieregion, Bgm. Bettina Bauernhofer sieht in der Kinderstadt einen großen Mehrwert für die Region.

„Die Kinderstadt verbindet Ferienbetreuung, Bildung und regionale Vernetzung auf innovative Weise. Gemeinsam mit Betrieben und Partnerorganisationen schaffen wir einen Raum, in dem Kinder ihre Talente entdecken und unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen können.“
Bettina Bauernhofer
Bgm. Stadtgemeinde Weiz

Wolfgang Moitzi, Nationalrat und Landesvorsitzender der Kinderfreunde Steiermark, unterstreicht den pädagogischen Ansatz: „Die Kinderstadt ist ein Ort, an dem Kinder ausprobieren, mitgestalten und Verantwortung übernehmen können. Dabei entstehen wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Selbstständigkeit und demokratisches Denken – und das alles mit einer großen Portion Spaß.“

Mit der Kinderstadt entsteht nicht nur ein attraktives, kostenloses Ferienangebot für Familien, sondern auch ein Projekt, das Partizipation, regionale Zusammenarbeit und gesellschaftliches Engagement stärkt. Das Projekt ist zunächst für ein Jahr konzipiert, langfristig ist jedoch geplant, die Kinderstadt als jährliche Initiative gemeinsam mit regionalen Betrieben weiterzuführen – ähnlich wie bereits in den etablierten Kinderstädten in Graz, Kapfenberg und Spielberg.