KEM Weiz-Gleisdorf – eine Erfolgsgeschichte geht in die nächste Runde

700.000 kWh Sonnenstrom, 450.000 Watt Ladeleistung, 1.200 Fotos und 8.200 Quizbegeisterte: das ist nur ein kleiner Ausschnitt der erfolgreichen Bilanz der letzten drei Jahre „Klima- und Energie-Modellregion Weiz-Gleisdorf“. Seit Mai befindet sich die Region in der nächsten Phase und so in der Umsetzung von 12 neuen Maßnahmen für den Klimaschutz. Im Fokus stehen die Senkung des Energieverbrauchs, Energiegemeinschaften und der „Lange Tag der Energie“.

Als Klima- und Energiemodellregion (KEM) nimmt die Energieregion Weiz-Gleisdorf bereits seit 2013 österreichweit eine Vorreiterrolle im Klimaschutz ein. Nach einer zuletzt dreijährigen Projektdauer startete sie im Mai in die nächste Weiterführungsphase. Genau der richtige Zeitpunkt also, um nicht nur einen Blick zurück, sondern auch auf die kommenden Jahre zu werfen.

Als KEM Weiz-Gleisdorf können wir unsere Klima- und Energie-Aktivitäten regional bündeln. In den vergangenen drei Jahren haben wir so wichtige Impulse für unsere Vision 2050 gesetzt: von (E-)Mobilitätsprojekten über die innovative Strom- und Wärmeversorgung von Gebäuden bis hin zur Energieraumplanung.
Erwin Eggenreich
Obmann Energieregion

Ein Schwerpunkt der insgesamt 13 Maßnahmen lag auf konkreten Umsetzungen.

So wurden Photovoltaik-Anlagen projektiert, die jährlich 700.000 kWh Sonnenstrom erzeugen - der Bedarf von 250 Haushalten. Allein zur Umsetzung dieser und weiterer baulicher Maßnahmen, wie beispielsweise der 19 neuen E-Ladestationen, wurden über die KEM 500.000 Euro an Förderungen in die Region geholt.
(c) Karl Schrotter
Christoph Stark
Obmann-Stv. Energieregion

Um auch die Bürger*innen für den Klimaschutz zu gewinnen, wurde Wert auf neue Formen der Bewusstseinsbildung gelegt. Die Kinoabende mit mehr als 200 Besucher*innen, der Fotowettbewerb „Photo Days“ mit insgesamt 1.200 eingereichten Bildern oder das Adventquiz mit 8.200 Teilnahmen erfreuten sich hierbei großer Beliebtheit. Einen Überblick über alle Projekte und Ergebnisse der letzten drei Jahre bieten die druckfrische Broschüre und der KEM-Clip auf dem regionalen YouTube-Kanal.

Die Maßnahmen für die nächste Phase – 12 an der Zahl – sind geplant und befinden sich bereits in der Umsetzung.

Ein Fokus wird auf dem Gebäude-Altbestand liegen. Neben kostenlosen Sanierungsberatungen für die Bevölkerung werden wir auch konkrete Maßnahmen zur Senkung der Energieverbräuche in den öffentlichen Gebäuden erarbeiten. Gleichzeitig werden aber auch die neuen Energiegemeinschaften und regionalen Fuhrparke eine wichtige Rolle für uns spielen.
(c) Karl Schrotter
Christian Hütter
KEM-Manager

Ein weiteres Highlight wartet am Ende der Projektphase, die mit insgesamt 145.000 Euro vom Klima- und Energiefonds gefördert wird. 2024 wird es, in Anlehnung an bekannte Formate, einen „Langen Tag der Energie“ geben. Gemeinden, Private und Betriebe werden ihre Türen und Tore öffnen, um innovative Ideen und Projekte für den Klimaschutz erlebbar zu machen.